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Biochemische Funktionen
| Die für die Biofilterfunktion wichtigsten mikrobiellen Stoffwechselreaktionen sind die Inkorporation von Schwefel-, Stickstoff- und Kohlenstoffverbindungen in Biomasse, die Oxidation der organischen Kohlenstoff-Verbindungen zu CO2 und H2O sowie die Oxidation des organisch gebundenen Schwefels (-SH) zu Sulfat (SO42-) und des organisch gebundenen Stickstoffs (-NH2) zu Nitrat (NO3-). Nitrat und Sulfat werden während der Zeiten mit reduzierter Beschickung des Filters von den Mikroorganismen assimiliert und dadurch ebenfalls in Biomasse überführt. |
Reaktionsweg (stark vereinfacht)
| - Organische Kohlenstoffverbindungen R-CH3 ------> CO2 + H2O + Biomasse - Organische Schwefelverbindungen R-SH ------> SO42- + Biomasse R-SH ------> SO42- ------> Biomasse - Organische Stickstoffverbindungen R-NH2 ------> NO3- + Biomasse R-NH2 ------> NO3- ------> Biomasse R = organischer Rest Die Konzentration von Geruchsstoffen in der Abluft ist häufig relativ gering (<100 mg/m³). Diese Menge ist zusammen mit der Pufferwirkung der Biomatrix ausreichend, um die Bakterienpopulation auch während der arbeitsfreien Tage am Leben zu erhalten und gering genug, um eine lange Standzeit des Filters zu gewährleisten. Biofilter, die mit höheren Konzentrationen an organischen Substanzen belastet werden, können etwas schneller altern, da die im höheren Ausmaß entstehende Biomasse den Filter etwas früher verbrauchen können. Die Standzeiten für Biofilter liegen zwischen 2 und 8 Jahren. |